The Idaho Murders: Immer mehr offene Fragen
- hollywood.cloud

- 9. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Aug.
Seit dem 29. Juli 2026 ist die 3-teilige Dokuserie „The Idaho Murders: College Nightmare" (deutscher Titel: „Ein College Albtraum") weltweit auf Netflix verfügbar. Sie rollt einen der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der letzten Jahre auf und hinterlässt trotz gründlicher Aufarbeitung viele beunruhigende Fragen.

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2022 wurden 4 Studierende der University of Idaho in einem Haus an der King Road in Moscow, Idaho, erstochen. Die Opfer waren Madison „Maddie" Mogen, Kaylee Goncalves, Xana Kernodle und Ethan Chapin.
Wochenlang blieb der Täter unentdeckt, bis Bryan Kohberger, ein Doktorand der Washington State University, festgenommen wurde. Er lebte nur ca. 15 Minuten vom Tatort entfernt und wurde später verurteilt. Besonders brisant: Kohberger war Doktorand der Kriminologie und schien sicher zu sein, mit den Morden davonzukommen.
Regie und Produktion
Regie führte Skye Borgman, bekannt durch „Unknown Number: The High School Catfish". Als ausführender Produzent fungiert der Oscar nominierte Dokumentarfilmer Joe Berlinger, der unter anderem „Cold Case: Who Killed JonBenét Ramsey" verantwortete. Produziert wurde die Serie von RadicalMedia und Third Eye Motion Picture Company.
Die Morde von Idaho wurden bereits mehrfach medial aufgearbeitet, etwa in der Serie „One Night in Idaho: The College Murders" bei Amazon Prime Video und im Film „The Idaho Student Murders" bei Peacock. Das Besondere an der Netflix-Produktion ist , dass hier erstmals mit der Polizei gesprochen wurde.
Was die Serie besonders macht
Die Netflix-Doko zeichnet den Fall chronologisch nach: von der Tatnacht über die Ermittlungen bis zum Prozess gegen Kohberger. Schockierend und besonders berührend ist der Zugang zu bislang unveröffentlichtem Bodycam-Material der Polizei, aber auch zu Verhörprotokollen und forensischen Beweisen. Ebenso kommen Angehörige und Freunde der Opfer ausführlich zu Wort. Netflix betont, dass die Serie bewusst nicht auf den Täter fokussiert ist, sondern die Opfer in den Mittelpunkt stellt.
Schockierende Details
Die Doku enthält u.a. folgendes aufsehenerregendes Material:
Detaillierte Einblicke in die letzten Stunden der 4 Opfer vor der Tat.
Bislang unveröffentlichtes Bodycam-Material der ersten Einsatzkräfte am Tatort.
Auszüge aus Polizeiverhören, die neue Details offenlegen.
Persönliche und teils erschütternde Aussagen von Familien und Freunden.
Hinweise zu forensischen Beweisen, die zur Festnahme Kohbergers führten.
Aussagen von Kollegen und Bekannten Kohbergers werden aufgegriffen.
Diese Fragen bleiben offen
Trotz des umfangreichen Materials lässt die Doku einige zentrale Fragen unbeantwortet. Dazu gehört beispielsweise das Motiv des Täters. Da Kohberger sich auf einen Deal eingelassen hat, fand kein öffentlicher Prozess statt und er musste diesbezüglich keine Fragen beantworten. Darüber hinaus ruft das Verhalten der zum Tatzeitpunkt anwesenden Mitbewohnerinnen bei vielen Zuschauern Unmut hervor. Sie hatten mitbekommen, dass ein maskierter Mann im Haus war und dass etwas nicht stimmte, hatten aber erst 8 Stunden nach der Tat die Polizei informiert.
Aktuelles
Ende Juli 2026 wurde durch einen Bericht der New York Times bekannt, dass der Idaho-Mörder sein Geständnis zurückzieht und ein neues Verfahren anstreben will. Ihm seien falsche Versprechen gemacht worden und der Deal beruhe auf Desinformation.



