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Below the Line

Kurz erklärt: Was bedeutet Below the Line?

Below the Line bezeichnet in der Filmproduktion alle Kosten und Crewmitglieder, die nicht zur kreativen Führungsebene eines Films gehören. Dazu zählen zum Beispiel Kamerateam, Beleuchtung, Ton, Ausstattung, Maske und Postproduktion. Der Gegenbegriff dazu ist Above the Line, der Regie, Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Produzent umfasst.

Herkunft von Below The Line

Der Begriff entstammt dem sogenannten Top Sheet, der ersten Übersichtsseite eines Filmbudgets im klassischen Hollywood Studiosystem. Auf diesem Top Sheet wurde eine horizontale Linie gezogen. Oberhalb der Linie standen wenige Positionen mit hohem Einzelwert, die den kreativen Kern eines Films bilden und meist mit einer festen Pauschale bezahlt werden. Unterhalb der Linie folgten die zahlreichen, meist tariflich oder nach Drehtagen bezahlten Positionen der eigentlichen Produktion; also jene, die zur technischen und organisatorischen Umsetzung des Films gehören.

 

Aus dieser rein buchhalterischen Trennung sind die Begriffe Above the Line und Below the Line hervorgegangen, die inzwischen auch für Menschen und Berufsgruppen verwendet werden, unabhängig vom Budget selbst.

Above the Line und Below the Line im Vergleich

Above the Line umfasst die Positionen, die einen Film inhaltlich und künstlerisch prägen. Dazu gehören vor allem:

  • Regie,

  • Drehbuchautor,

  • Produzent und ausführender Produzent,

  • Schauspieler bzw. Darsteller mit Gage.

Below the Line umfasst dagegen die Crew, die den Film technisch und organisatorisch umsetzt. Dazu gehören unter anderem:

  • Kameraabteilung, etwa Kameraoperator und Kameraassistent,

  • Beleuchtung und Grip,

  • Tonabteilung,

  • Szenenbild und Ausstattung,

  • Kostüm und Maske,

  • Schnitt und weitere Postproduktion,

  • Aufnahmeleitung und Produktionsassistenz.

Warum die Einteilung wichtig ist

Die Unterscheidung zwischen Above the Line und Below the Line hilft bei der Budgetplanung eines Films, weil sich die beiden Bereiche unterschiedlich verhalten. Above the Line Kosten stehen meist schon vor Drehbeginn fest, etwa durch Gagen von Stars oder Regie. Below the Line Kosten hängen dagegen stark von der Drehdauer, der Anzahl der Drehtage und unvorhergesehenen Ereignissen wie Nachdrehs oder Wetterausfällen ab. Ein erfahrener Produzent kalkuliert deshalb beide Bereiche getrennt und behält vor allem die Below the Line Kosten während des Drehs genau im Blick.

Auch bei Filmpreisen taucht die Einteilung immer wieder auf. Viele Oscar-Kategorien wie Kamera, Schnitt, Ausstattung oder Tonmischung würdigen gezielt Below the Line Arbeit, auch wenn diese im Abspann seltener im Rampenlicht steht als Regie oder Hauptdarsteller.

Beispiel

Bei einer großen Studioproduktion sind Regisseur, Hauptdarsteller und Drehbuchautor Above the Line gelistet, ihre Bezahlung steht vertraglich schon vor Drehbeginn fest. Below the Line finden sich dagegen zum Beispiel der Kameramann, das Beleuchtungsteam, die Maskenbildner und der Cutter. Ihre Kosten richten sich unter anderem danach, wie viele Tage tatsächlich gedreht wird.

Zusammenfassung

Below the Line ist ein Fachbegriff aus der Budget- und Crewplanung von Filmproduktionen. Er beschreibt alle technischen und organisatorischen Positionen eines Films im Gegensatz zu den kreativ führenden Above the Line-Positionen. Ohne die Below the Line-Crew würde aus keinem Drehbuch ein fertiger Film entstehen.

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